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THEMA: Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 17 Apr 2018 14:36 #64320

Erstmal der ganze Kontext, damit mein Problem deutlich wird und warum ich was gemacht habe, ganz zum Schluss kommen die Fragen.

Meine XBR lief spitze, hatte aber an einem Tag nach ca 50km fahren sehr unruden Leerlauf, wollte deshalb die Ventile einstellen. Nachdem ich damit fertig war, bemerkte ich, dass beim weiterdrehen der Kurbelwelle, das Ventilspiel bei der Einlassseite noch mal deutlich größer wird, als bei der Stellung zum Einstellen. Das hat mich etwas verunsichert, woraufhin ich dann zusätzlich zur Markierung auf dem Schwungrad noch wissen wollte, wie gerade der Kolben steht. Nach ewigem hin und her und auch viel Gefrage in der XBR Facebookgruppe (habe gehofft, dass es nur eine Kleinigkeit wäre, die schnell benatwortbar ist) bin ich mir nun eigentlich ziemlich sicher, dass die Markierung auf dem Schwungrad nicht mit der Kolbenstellung übereinstimmt. Wollte dann jetzt mal ausführlich hier alles darlegen und hoffe, dass mir mal wieder jemand helfen kann:

Strohhalm ins Zündkerzenloch, um die Kolbenstellung abzutasten.
Die nach meinem Verständnis richtige T-Marke (*Wieso nur "nach meinem Verständnis" kommt zum Schluss) ist zu sehen, Kolben steht auf dem Weg vom UT zum OT im Verdichtungstakt aber nur ca. bei der Hälfte. Hier habe ich ganz am Anfang eingestellt (wegen der T-Marke halt, wusste da die Stellung vom Kolben noch nicht). Beim weiterdrehen der Kurbelwelle wird das Spiel vom Einlassventil nun zunehmend größer.
Weitergedreht bis Kolben (mit Strohhalm ertastet) am höchsten Punkt ist // ja bin mir sicher, habe es mehrfach hintereinander ausprobiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen). Einlassventil lässt sich nun und auch für den gesamten Weg von OT zu UT (Arbeitstakt) deutlich mehr bewegen (irgendwas zwischen 0,40 - 0,50 mm Spiel). Das Auslassventil hat während dieses Taktes schon kein Spiel mehr.
Das nächste mal T-Marke kommt kurz nachdem sich der Kolben wieder beginnt von UT nach OT zu bewegen (Ausstoßtakt beginnt). Einlassventil hat immer noch so viel Spiel wie beschrieben, Auslassventil geht auf (Kipphebel bewegt sich nach unten). Kolben kommt am OT an, Auslassventil schließt sich und Einlassventil öffnet sich.

[*Warum nur nach meinem Verständnis bei der richtigen T-Marke (also im Verdichtungstakt): Kolben geht runter, dabei drückt sich der Kipphebel vom Einlassventil runter, Kolben kommt mit etwas Schwung hoch, dabei geht der Hebel auch wieder hoch und es kommt hör- und spürbar Luft aus dem offenen Zündkerzenloch (sollte ja so stark nur der Falls sein, wenn alle Ventile zu sind und die Luft deshalb nur dort raus kann, beim nächsten OT ist das mit der Luft nicht so stark) und somit wäre im Verdichtungstakt, da es der einzige Takt ist, in dem der Kolben von UT nach OT kommt und dabei alle Ventile zu sind]

Meine Fragen:
1. Kann es sein, dass in den 32 Jahren existenz der Motor mal auseinander- und wieder zusammengesetzt wurde und dabei etwas in falscher Stellung eingbaut wurde (Sie befindet sich erst seit 2 Jahren in meinem Besitz)
2. Falls ja, kann das auf Dauer irgendwie problematisch sein oder ist das nur zum Einstellen wichtig?
3. Soll ich nun mit Hilfe der T-Marke die Ventile einstellen und ich hab mir nur komplett den Kopf zermürbt oder doch nach Kolbenstellung?

Werkstattbesuch fällt für mich leider raus, da ich derzeit nicht die finanziellen Mittel dazu habe und eigentlich würde ich sowas alles mit anfang 20 gerne auch mal für die Zukunft selbst lernen.
Letzte Änderung: von Brosel.

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 17 Apr 2018 19:19 #64321

Hi
Aus dem Bauch raus würde ich sagen das das Polrad falsch montiert wurde.
Es wäre gut wenn du sagst wo du herkommst.
Woanders is auch Scheiße

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 17 Apr 2018 20:10 #64323

Mal ne ganz banale Frage: Wie hast Du denn das Polrad bewegt, vor allem: In welche Richtung? Wenn Du mit eingelegtem 2 Gang kurz am Hinterrad in Fahrtrichtung drehst siehst Du, wie rum sich das Polrad richtig bewegt. In dieser Richtung muss auch der OT gesucht werden (bei Überspringen nicht wieder zurück drehen).

Laut Deiner Beschreibung wäre die Kolbenstellung bei T-Markierung 2 mal unterschiedlich. Das hieße, das sich das Polrad auf der Kurbelwelle verdrehen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie dann nicht mehr spitze gelaufen wäre.

Wenn Du Dir unsicher bist, ist es auf jeden Fall besser zu sagen wo Du her stammst. Es wird sich schon jemand finden, der kurz vorbei kommen kann. Ich könnte den Augsburger Raum anbieten.

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 17 Apr 2018 21:00 #64325

moin,
habe viele Jahre das Ventilspiel an einer XBR auch ohne OT eingestellt:
Einlaßventile unten (also offen) = Auslaßventile kontrollieren,
Auslaßventile unten (oder auf dem Weg dorthin) = Einlaßventile kontrollieren.

Zu1: ja, zu 2: oder, zu 3: nein.

0,4 bis 0,5 mm Spiel ist schon viel. Da hilft das Einstellen allein wahrscheinlich auch nicht.

Nockenwellenlager?

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 17 Apr 2018 22:24 #64327

Das Polrad wird durch eine Scheibenfeder auf der Kurbelwelle fixiert.

www.cmsnl.com/honda-gb500-1985-f-japan-p...st/0043.html#results

Gruß Kurt

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 18 Apr 2018 00:26 #64328

Ich bin mir irgendwie sehr sicher, daß der TO die verschiedenen Marken auf dem Schwungrad durcheinander schmeißt oder nicht weiß, daß es nicht eine, sondern 4 Strichmarken gibt.
Lasst uns mal ein bisschen Theorie für Runaways machen, dann erklärt sich das Ganze von alleine.
Zwei der 4 Strichmarken sind mit einem Buchstaben versehen und ca 1cm auseinander. Die beiden Buchstabenlosen sind auch ca 1cm auseinander liegen aber ca 5 cm vor den beiden Buchstabenmarken.
Die Strichmarke mit dem T ist der Totpunkt und die braucht man zum Ventile einstellen. Es gibt jede Umdrehung einen Totpunkt. Wenn man die Kurbelwelle mit dem Radkreuz durchdreht, dann sind immer nach einer Umdrehung alle Ventile mit Spiel und bei der nächsten Umdrehung nicht frei.
Der richtige Totpunkt ist zum Einstellen der, bei dem sowohl Einlass als auch Auslass Spiel haben. (Wenn man richtig viel verstellen muß, dann hat nman bei einem Motor, der vorher gelaufen ist, eigentlich immer den falschen Totpunkt)

Es gibt jetzt aber irgendwas um ca 5° vor der T-Marke noch eine zweite Strichmarke mit dem Buchstaben F wie Fire.
Ca 20° bis 30° vor OT liegen zwei weiteren Strichmarken im Abstand von 1 cm und die beiden darf man eigentlich nicht einzeln sehen, sondern als Bereich zwischen den Strichmarken. Diese Marken braucht man um zu kontrollieren ob die Verstellung auf die Frühzündung funktioniert. Wenn man die Zündverstellung kontrollieren will und mit der Blitzpistole ins Schauloch blitzt, dann muß bei Leerlaufdrehzahl (und etwas darüber) die Marke mit dem F zu sehen sein.

Bei einer nicht einstellbaren Pistole:
Wenn jetzt die Drehzahl erhöht wird, dann wird die Zündung auf Früh verstellt und die Strichmarke F verschwindet nach hinten aus dem Schauloch und irgendwas um 5-6000 U/ soll der Bereich zwischen den beiden Buchstabenlosen Strichen im Schauloch auftauchen. Dann ist alles gut.


Zurück zum TO mit etwas Überlegung.
Es ist sowas von unwahrscheinlich , daß beim Drehen die T Marke nicht immer alle 360° genau auf OT steht und sogar mal auf der einen und mal auf der anderen Position. Das wäre theoretisch nur dann möglich, wenn sich das Schwungrd auf dem Kurbelwellenstumpf immer hin und her drehen würde und das würde man auch merken.
Wenn jetzt der OT immer an der gleichen falschen Stelle wäre, dann wäre das Schwungrad in einer Richtung verdreht. Dann wäre kein Halbmond (Scheibenfeder) verbaut.

In der Konsequenz: Schau Dir in aller Ruhe die 4 Marken an. Richtig schön geht das, wenn Du ein schlankes Radkreuz (ersatzweise geht auch der Knebel von der Knarre) nimmst und eine Nuß vielleicht sogar mit einem Klebeband markierst.
Dann nimm die richtige Strichmarke (wo T daneben steht) und stelle Deine Ventile ein. Hinterher drehst Du zur Kontrolle den Motor langsam durch und wenn Du nicht bei jeder zweiten Umdrehung auf allen Ventilen auf OT das richtige Spiel hast, dann hast Du auf dem falschen Totpunkt eingestellt. Beim Drehen wird immer in einer Richtung gedreht und bei meinem Pech mir rechts/links, sage ich jetzt einfach: "Erst muß der "Bereich", dann "F" und dann zum Einstellen "T" ins Fenster "laufen".
Mit dem Strohhalm kannst Du dann Cola trinken.
Letzte Änderung: von Harri.

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 21 Mai 2018 19:51 #64448

Hallo Brosel,
habe lange nicht mehr ins Forum geschaut. Nun lese ich eben von deinem Problem. Also bei meiner letzten XBR hatte ich auch so ein seltsames Phänomen mit sich verstellendem Ventilspiel.
Bei mir war es auch ein defektes Nockenwellenlager wie ralle schon vermutet hat.

Gruß Roland

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 22 Mai 2018 07:25 #64449

Es ging hier primär nicht ums Ventilspiel, sondern darum, daß er glaubt, daß bei "mit einem Strohhalm selbstgemessenem Totpunkt" die Schwungscheibenmarkierung sich verändert haben soll. Das ist aber schon einen Monat her und das Geheimnis hat er nicht aufgelöst (bzw es kam keine weitere Rückmeldung), obwohl er genügend Hinweise bekommen hat.
Ist halt so.
Letzte Änderung: von Harri.

Probleme mit dem Ventilspiel // Schwungradmarkierung und Kolbenstellung ungleich 30 Mai 2018 15:56 #64474

Moin, handelt es sich denn um einen Seilzug-Deko-Motor oder AUTO-DEKO?

War das da nicht so, dass man bei AUTODEKO mit Rückwärtsfrehen des Motors die Autodeko-Funktion aushebeln muss?...
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